wurde am 17. September 1960 als zweites Kind in London geboren. Sein Vater, Graham Hill, war zu dieser Zeit schon ein berühmter Rennfahrer, in einer Autobiographie erinnert sich Graham an diesen Tag: „Bette rief mich um halb neun am Morgen des Rennens an und sagte mir, dass ich der Vater eines Sohnes geworden bin. Natürlich war ich überglücklich. Sie erzählt mir immer wieder, ich hätte gefragt, ob das alles gewesen sein, doch ich glaube nicht, dass ich so gemein war. Am Tag nach dem Rennen fuhr ich sofort ins Krankenhaus und besuchte die beiden.“
Von seinem Vater hatte
Damon leider nur wenig, denn er war immer unterwegs bei irgendwelchen Rennen.
Nicht nur Rennen in der Formel 1, sondern auch Sportwagenrennen. Graham
Hill kam am 29. November 1975 bei einem Flugzeugunglück ums Leben.
Es war sein Privatjet und er war nicht versichert, was zu hohen Schadensersatzansprüche
an die Familie Hill führte. Das große Heim in Lyndhurst musste
verkauft werden und stattdessen fand sich die Familie in einem kleinen
Reihenhaus wieder.
Damon Hill begann seine
Karriere also - wie sein Vater - von ganz unten.
Als 15jähriger verdiente er sich als Motorradkurier bei einer Arzneifabrik sein Geld und hinterher schoss er eine kaufmännische Ausbildung ab.
Zum Rennsport kam er erst im Jahr 1981, aber nicht in einem Rennauto, sondern auf dem Motorrad. Aber, unter anderem durch mangelndes Geld konnten keine guten Ergebnisse erzielt werden. So stieg er 1984 auf vier Räder um und startete in der Formel Ford. Seinen ersten Sieg dort feierte er in diesem Jahr in Brands Hatch. Nach der Formel Ford folgte die Formel 3-Meisterschaft und die Formel 3000.
Im Jahr 1988 heiratete er seine langjährige Freundin Georgie und im März 1989 erblickte der erste Sohn, Oliver, das Licht der Welt. Mit dieser Geburt jedoch veränderte sich das Leben der Hills, denn das Kind wurde mit Down-Syndrom geboren. Auch aus diesem Grund entschieden sich Georgie und Damon, bald noch ein weiteres Kind zu bekommen und im Januar 1991 kam der zweite Sohn, Joshua, zur Welt. Zwei weitere Töchter sollten im laufe der Jahre noch folgen.
Nachdem es in der Formel 3 und Formel 3000 nicht allzu gut gelaufen ist, wurde Damon 1991 eine neue Möglichkeit gegeben: Als Testfahrer in der Formel 1 bei Williams. Auch 1992 arbeite er dort, aber gleichzeitig stieg er bei Brabham, als Ersatz für Giovanna Amati, ein, Teamkollege war der Belgier Eric van de Poele. Dem Team drohte allerdings wegen zu wenig Sponsorgeldern das vorzeitige Aus, was das Fahren nicht unbedingt angenehmer gemacht hat. Zudem konnte sich Damon in dem ganzen Jahr über nur zwei mal qualifizieren: In Silverstone und in Ungarn und danach hat sich das Brabham-Team von der Bildfläche verabschiedet. Damons Job als Testfahrer bei Williams blieb von der Geschichte allerdings unberührt und er unterstützte so die Fahrer Nigel Mansell und Ricardo Patrese bei der Testarbeit.
Nachdem Patrese 1993 das Team verlies und dafür Alain Prost kommen sollte, beendete Mansell seine Formel 1 Karriere und wechselte in die Indycar-Serie. Somit war ein Platz frei und neben Brundle und Häkkinen war noch Damon Hill zur Auswahl. Damon unterschrieb im Dezember 1992 seinen Vertrag für ein Jahr.
Mit Prost hatte Damon
nun einen sehr erfahrenen Rennfahrer als Kollegen, der alles daran setzte,
auch in diesem Jahr die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Damon aber kannte
das Team aus seinen Testjahren und setzte den Franzosen wann immer er konnte
unter Druck. Seinen ersten Sieg hätte er sogar ausgerechnet in Silverstone
feiern können, wäre nicht der Motor explodiert. In Ungarn dann
ging der Traum in Erfüllung und nicht nur das. Er gewann auch die
nächsten Rennen in Spa und Monza.
Für das Jahr 1994
wurde die Fahrerpaarung Senna/Hill bekannt gegeben.
Alain Prost hängt
seinen Helm nach dem Titelgewinn an den Nagel.
Keiner weiß wohl wirklich, wie die Saison 1994 ausgegangen wäre, wenn Senna nicht durch das tragische Unglück in Imola ums Leben gekommen wäre. Für das Team begann eine schwere Zeit und es musste ein Ersatzfahrer gesucht werden. Nach vielen Überlegungen wurde der Testfahrer von Williams – David Coulthard – eingestellt und er fuhr auch einige Rennen. Damon gewann das Rennen in Barcelona und zum Grand Prix von Frankreich kann Nigel Mansell zurück. Allerdings war seine Leistung nicht so wie erwartet. Beim englischen Grand Prix war Coulthard wieder zur Stelle beide Fahrer wollten das Heimrennen gewinnen. Es war aber Damon, der es geschafft hat, wobei er da die Hilfe von Michael Schumacher bekommen hat, der eine schwarze Flagge ignoriert hat. Damon hinterher: „Ich war alleine schon deshalb motiviert, weil mein Vater dieses Rennen nie gewinnen konnte. Ich glaube, diese Scharte habe ich heute etwas ausgewetzt. Es ist einfach der beste Tag in meinem Leben.“ In Spa auf einmal konnte Damon Hill erstmals von der Weltmeisterschaft träumen, denn aufgrund einer nicht korrekten Unterbodenplatte wurde Konkurrent Schumacher disqualifiziert (Damon gewinnt) und dazu noch für zwei weitere Rennen gesperrt. Genau diese zwei Rennen gewinnt Damon und auf einmal trennt die Rivalen nur noch einen Punkt. Das letzte Rennen im Jahr kann man wohl schlecht kommentieren, denn da gibt es zu viele Ansichten. Schumacher und Hill kollidieren und beide sind draußen – Schumacher ist Weltmeister.
In Jahr 1995 ist wieder David Coulthard Teamkollege von Damon Hill, welcher natürlich heißer WM-Favorit neben Michael Schumacher ist. Das Jahr sollte alles andere als gut für Damon ausgehen. Fehler wie in Silverstone, Monza, auf dem Nürburgring und in Suzuka waren alles andere als hilfreich und auch die Boxenstrategie von Williams hat ihm den einen oder anderen Sieg gekostet. Michael Schumacher gewinnt die Weltmeisterschaft drei Rennen vor Ende der Saison. Nur im letzten Rennen, in Adelaide, kann Damon noch einmal den Sieg genießen.